Und wieder Ortswechsel
Eine neue Woche und ich verlasse für diese mein Sommerhaus und werde diese Reha-Woche in der Stadtwohnung verbringen. Dias kleine Spiel der Abwechslung in einer ermüdenden Zeit.

Gedankenentsorgung
Eine neue Woche und ich verlasse für diese mein Sommerhaus und werde diese Reha-Woche in der Stadtwohnung verbringen. Dias kleine Spiel der Abwechslung in einer ermüdenden Zeit.

Es wird Abend und mein Blick geht gerade gedankenverloren durch dieses Fenster in die Weite. Wie ein Blitz erreicht mich ein Gedanke, der mich sofort melancholisch trübt. Wir haben Anfang Mai und ich befinde mich noch immer halb außerhalb des alltäglichen Lebens ins meiner Generationsphase. Den Sommer hier draußen, auf den ich mich so gefreut habe, hat zwar noch gar nicht richtig begonnen, aber wir wurde gerade klar, das im nächsten Monat schon der Zeitpunkt sein wird, an dem wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht feiern, die Helligkeit des Tages ihren Zenit überschritten hat. Und ich befinde mich immer noch in der Genesungsphase meines Unfalls , der mitten im Winter passiert ist. Als würde die Zeit wieder einfach ungefragt und ungenutzt weiterziehen….

Da hab ich mir gestern mal was gegönnt.,Zwei Bier im Garten und ein Glas Rotwein auf dem Balkon. Es tat der Seele gut und ich hab’s genossen. Aber heute zeigt sich wieder die Kehrseite des Alkoholgenusses, der nach den drei Wochen kompletter Abstinenz natürlich kräftiger in mir zuschlägt , als in meinem früheren Ich. Ich frage mich heute, wie ich früher soviel und so oft trinken konnte, fühle ich mich heute richtig „vergiftet“. Die Nacht war nicht sehr ergiebig und der Tag wird zum reinen Erholungstag. Einfach mal in mich gehen, jetzt wo ich fühle, was Alkohol wirklich mit mir macht.
Wohl der erste gefühlte Sommertag des Jahres. Den ganzen Tag mit einem guten Buch auf der Liege verbracht. Und wie könnte man die immer tiefer stehende Sonne besser genießen, als mit einem Bier. Trotz „“krank“..Trotz ..Reha….einfach nur mal heute der Seele einen ganzen guten Tag geben.

Knapp zwei Wochen nach der Aussaat steckt die Pflanze erste Lebenszeichen ins Tageslicht.

Es ist Mai und der Mai scheint mit dem ersten Tag den Sommer mitzubringen. Ein warmes Wochenende steht uns bevor mit Temperaturen um die 28 Grad.

Zwei mal am Tag…mit der Bahn…zu meiner Reha.

Der Hof steht im vollen Grün auf den letzten Apriltagen.

Meine zweite Reha-Woche. Zwischen vielen Behandlungen und viel Sport rund um meine verletzte Schulter, gibts auch immer wieder Seminare, die uns etwas beibringen sollen. Oft geht das Thema an mir vorbei, aber das kann keiner wissen, der mich in diese Seminare steckt und es ist gut, das alle irgendwie gleichermassen abgeholt werden. Heute sass ich also mit einigen Anderen in einem Seminarraum und es ging im Grunde um das Thema „Schmerz“. Wie geht man damit um, was löst ihn aus und wie kann man dem begegnen. Irgendwann fragte die Dozentin in die Runde, wer von uns denn völlig schmerzfrei ist und mein Arm ging wahrheitsgemäß hoch. Um mich herum staunten viele Ältere aber auch viele Jüngere Seminarbesucher, da ich mich wohl als einziger meldete.
Dieses Bild beschäftigt mich heute den Rest des Tages, wenn ich mir schmerzfrei Gedanken darüber machen kann, wie gut ich bei der Sache, die mir passiert ist, weggekommen bin. Ich habe gerade in den letzten Monaten wie belastend Scherz sein kann, aber was ich heute von den Anderen im Seminar an Erfahrungsberichten gehört habe, gibt mir doch echt zu denken, wo ich , trotz Unfall und langer Krankheit noch immer auf der Brücke des Glücks stehe.
Und wieder mal ist es ein Sonntagnachmittag an dem Gedanken über mich kommen, aber diesmal sind es eher positive.
Unvorbereitet hat mich heute morgen ein neues Körpergefühl erreicht. Bin Ich seit meinem Unfall subjektiv in dem Gefühl gefangen, eigentlich krank zu sein und habe mein Fokus darauf gesetzt, was ich trotz meines Unfalls , der Operation noch für Bewegungen ausführen kann, die trotz meines Krankseins möglich sind, herrscht nun eine andere Wahrnehmung.
Seit Heute Morgen fühle ich mich gesund, bis auf ein paar Baustellen, die noch nicht so funktionieren, wie ich das gern hätte und an den es noch zu arbeiten gilt.
Aus der Übermacht, des Krankseins mit Außnahmen ist nun ein Gesundsein mit schwindenden Einschränkungen geworden. Dieses neue Mindset fühlt sich an, als wäre das Gröbste schon geschafft und man müßte nun nur noch sich auf die „Reste“ fokussieren, was für eine deutlich bessere Stimmung in mir selbst sorgt. So fühle ich mich erst jetzt so wirklich auf der Zielgerade, auf der man das Ziel uch wirklich sieht und die abnehmende Distanz zum Selbigen positiv wahrnimmt.
In diesem Jahr einen Tag früher. Kaum zu fassen, das es nun schon 29 Jahre her sein soll, als ich diesen Film im Kino sah, ich noch jung war und großes Kino noch großes Kino war. Die Gedanken reisen zurück, während dieser Film einmal im Jahr vor mir und in mir wiederholt wird.

War es bisher immer nur leicht eingeschränkt und nicht lange und nur mit halber Kraft möglich, habe ich heute festgestellt, das meine Genesung so weit voran geschritten ist, das ich wieder volle Kontrolle über den Controller habe…und damit endlich wieder zocken kann, wenn mir danach ist . Und schon hat mich Assasins Creed Shadows erreicht.

Nach dieser Reha-Woche ist mir einfach nur nach Regeneration. Gemütlich auf der Couch mit einem fantastischem Buch.

Ein Leibgericht gekocht…

Bewegung am Samstag. Auch wenn mir sehr nach Ruhe ist, wenigstens einmal heute raus. Ein knappes Stündchen spazieren gewesen. Tat gut und musste sein.



Es ist Freitag und trotz schönem Wetter habe ich mich fürs Wochenende doch für die Stadtwohnung entschieden. Praktisch nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten haben mich letztlich zusammen mit meinem Bauchgefühl überzeugt. Auch hier genieße ich gerade die Ruhe und ein Buch auf der Couch.

Heute mal als kleiner Wochenteiler mal den Nachmittag und die Nacht draußen im Sommerhaus verbringen. Die Abwechslung machts.

Gibt doch so viele Dinge, die ich noch nie gehört habe. Aber zum Glück lebe ich in einer Großstadt , die mir immer wieder was Neues beibringt. Heute mal ein Kumpir, was ich mir heute zum Essen geholt habe, weil ich selbst das Wort noch nie gehört habe. Diesen Geschmack hatte ich noch nie in dieser Zusammensetzung und alles was neu ist, ist auch erstmal gut.

Wieder einmal trifft sich die Großfamilie zum netten beisammen sein. Diesmal in der „Glocke“ essen gewesen..und alle mal wiedergesehen ..das erste große Treffen für mich nach meinem Unfall.

Sehr spät aber nun…der erste Spargel für dieses Jahr.
