Die Fernsehproduktion

Gestern war ich mit meiner Frau mal zu einer TV-Aufzeichnung einer Sat1 Samstag-Abend-Show.
Um 17 Uhr war Einlaß und um 23.30 Uhr war die Show (Die Kuschelrock-Show) im Kasten.
Ich fand das mal ganz Aufschlußreich.
Zum einen war es für mich als Zuschauer keine Gala in der man sich einfach im Sessel zurücklehnt ,sondern ich fühlte mich schon als Teilnehmer einer Arbeitspoduktion, wenn auch nur als Puzzelteil des ewig klatschenden Hintergrundbildes, das eine Show lebendiger erscheinen lassen soll.
Erstaunlich wie so eine Aufzeichnung einer solchen „Gute Laune“ Show doch abläuft.

Zum einen ist doch erstaunlich ,wie puzzelartig solch eine Show abgedreht wird.
Bestimmte Musikeinlagen werden vorgezogen (richtige Stars haben ja keine Zeit) und dann später eingeschnitten und später bejubelt man die Ankündigung des Interpreten ,der bereits vor Stunden seinen Auftritt hatte.
Auch bekommt man ein ganz anderen Bild ,wenn man bestimmte Leute aus Funk und Fernsehen bei der Arbeit ,ohne Mattscheibe dazwischen über die Schulter schauen kann.

Da gibts die „rein raus und weg Auftritte“ wie Take That,Sarah Connor oder Seal, die dann durch ihren relativ „Fernen“ Auftritt vor ihren Fans dann doch eher unsympathisch wirken.
Auf der anderen Seite gibts dann aber auch Leute wie Uwe Ochsenknecht, Nevio oder Peter Maffay ,die dann schon meher, neben der direkten Aufzeichnung, in Interaktion mit ihrem Publikum stehen.
Vor allem Uwe Ochenknecht und Kai Pflaume selbst ,die dann wärend der Show ihre Rollen spielen und doch in den Pausen Gummibärchen vom Gästetisch an Zuschauer verteilen.
Selbst „Giovanni“ scheint da weder menschliche Berührungsängste noch Allüren zu haben.

Alles in allem sah es mehr sehr nach Arbeit aus und weniger nach der tollen und leichtlebigen Gute-Laune Show ,die man dann fertig geschnitten im TV serviert bekommt.

Von der Wohnzimmercouch sah es bisher immer so aus ,das man hier schnell mal vorbeischaut und einen netten Abend hat..aber auch die B-Promis ,die da 5 Stunden auf einer Couch ausharren müssen…bei dem sie nachher effektiv 15 Minuten Beschäftigung haben..hatten nachher wahrscheinlich ähnlich geschwollenes Sitzfleisch wie die Zuschauer.

Erstaunlich auch ,wie viele Leute immer da rumrennen ,wo die Kamera gerade nicht ihren Fokus hat.

Trotz strickter Koordination dieser Aufzeichnung , kann ich mir nun vorstllen wie stressis und unberechenbar eine Liveshow sein muß.

Meine Frau und ich werden uns das „Stück“ natürlich am Samstag-Abend in Sat1 ansehen…aber auch nur ,weil ich gesehen habe wie es produziert wird und sehen will wie sehr sich das selbst gesehene vom wirklich wahrgenommenen unterscheidet.

Eine Erkenntnis bleibt….so locker und unterhaltsam die Show….es ist harte Arbeit..für alle.

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7 Antworten zu Die Fernsehproduktion

  1. Mammuth sagt:

    Ist schon spannend wie so etwas entsteht.
    Ich habe mal was ähnliches vor „Jahrzehnten“ etwas ähnliches gemacht (ohne Stars, eigentlich völlig unspektakulär aber nicht weniger interessant). Ich fand es beeindruckend wie riesig die kleine Halle nachher im Fernsehen aussah.

  2. Anonymous sagt:

    Ich hoffe, dass du dann auch schreibst, wie das fertige Produkt dann auf dich gewirkt hat.

  3. Anonymous sagt:

    Der Druck und Stress bei Live-Shows hinter der Bühne ist dann nochmal um ein vielfaches Größer, allerdings wird da dann wenigstens nicht gesprungen (es sei denn jemand wird in der Maske absolut nicht fertig…lach)

    Schön ist es auch, wenn sich dann so mancher Künstler nach der Show in seiner Garderobe etwas voll laufen lässt und man Mühe hat ihn überhaupt wieder aus dem Saal zu kriegen 🙂

  4. zwerg84 sagt:

    bin gespannt, wie die show wird. aber das es stressig ist, hab ich mir schon gedacht.

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