Arbeitnehmer-Paradoxum

Es scheint so, als würden unserer Firma tatsächlich zwei Kunden wegbrechen.

Vor zwei Monaten ging ein Kunde in Rente (und gab dadurch seine Praxis auf), und nun scheinen uns noch zwei Weitere den Rücken zuzudrehen.

Das Paradoxe an der Sache ist, für mich (Angestellter dieser Firma) ist das gut, denn einer meiner Schwerpunkte ist das Akquirieren von Neukunden.

Weiter kann ich nur hoffen, das wir nach und nach immer wieder Kunden verlieren/vergraulen oder sonst irgendwelche Umsatzrückgänge verzeichnen, denn dann ist meine Arbeit (unter Anderem) sehr gefragt.

Sicherlich könnte ich auch, mir bekannte Fehler, ansprechen und damit mehr Kunden als zufriedene Stammkunden halten.

Aber dann würde die Firma immer weiter wachsen und würde immer mehr Arbeitsplätze generieren, nicht zuletzt würde ich auch „Zuwachs“ in meinem Ressort bekommen.

Zuwachs, der meine Dinge vielleicht besser kann, vielleicht aber auch schlechter.

Auf jeden Fall wäre ich dann mit meiner Arbeit direkt vergleichbar und Jeder weis, was unmittelbarer Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz mit Menschen machen kann.

Somit sorge ich selbst mit meinem Schweigen dafür, mir selbst dem (ruhigen und sicheren) Arbeitsplatz zu erhalten.

Dabei geht es bei meinem Handeln ausschließlich nur um meine eigenen Interessen und die Wahrung meines eigenen Vorteils.

Streng genommen würde eine bedrohliche wirtschaftliche Durststrecke der Firma nicht nur Entlassungen mit sich bringen, sondern auch den Weg für neue (völlig überzogene) Lohnverhandlungen frei machen…dann wenn man mich am meisten braucht. 

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